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Daniel Bernoulli

Daniel Bernoulli

Basel 1700 -
1782


Daniel Bernoulli wird am 8. Februar 1700 als Sohn des berühmten Mathematikers Johann Bernoulli in Groningen geboren. 1705 geht sein Vater zurück nach Basel, der eigentlichen Heimatstadt der Bernoullis. Im Alter von 13 Jahren beginnt Daniel Bernoulli in Basel ein Studium der Philosophie und Logik. Später studiert Daniel Bernoulli in Heidelberg und Straßburg noch Medizin und Mathematik. 1725 wird Daniel Bernoulli an die Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg berufen, nachdem er sich mit verschiedenen Arbeiten, u.a. über den Wasserausfluß aus Behältern oder die Erfindung des Stundenglases, in der Wissenschaft einen Namen gemacht hat.
Dort lehrt und forscht Daniel Bernoulli bis 1733 und es entstehen in dieser Zeit wichtige Schriften über die theoretische Mechanik, darunter eine erste Fassung seiner berühmten Hydrodynamik.
Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt übernimmt Daniel Bernoulli zuerst eine Professur für Anatomie und Botanik, erst 1750 schafft Daniel Bernoulli es, den gewünschten Lehrstuhl für Physik zu erhalten.
In den Folgejahren entwickelt Daniel Bernoulli Theorien unter Verknüpfung der Newtonschen Physik mit den Methoden der Leibnizschen Infinitesimalrechnung, wobei er die so entstandenen Hypothesen durch sorgfältige Experimente überprüfte. Auf dieser Grundlage entsteht sein Hauptwerk "Hydrodynamik" (Basel 1738), einem Meilenstein in der Theorie des Fließverhaltens von Flüssigkeiten.
In seiner Theorie unterscheidet Daniel Bernoulli als erster zwischen dem hydrostatischen und dem hydrodynamischen Druck und formuliert den "Bernoullischer Energiesatz" für stationäre Strömungen, der noch heute allgemeine Grundlage für Hydrodynamik und Aerodynamik (und damit auch für die Technologie der Luftfahrt) ist.
Die von ihm dargestellte Lösung der Wellengleichung für die schwingende Saite durch eine Summe unendlich vieler trigonometrischer Funktionen führt über die Arbeiten von Fourier und Dirichlet zum mathematischen Instrumentarium der heutigen Quantenmechanik.

Ketterer Kunst
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